Was ist die Alexander-Technik?

F. M. Alexander-Technik
Für Gesundheit, Wohlbefinden, Effektivität

Wir sind dafür geschaffen uns zu bewegen, und mit der Fähigkeit ausgestattet, dies mit Leichtigkeit, Flexibilität, Kraft und Anmut zu tun, sei es beim Gehen, Tanzen, Spielen eines Musikinstrumentes oder einfach nur beim Sprechen.

Oft genug jedoch fühlen wir uns müde, angestrengt, angespannt, verspannt oder schlecht koordiniert. Viele angewöhnte Bewegungsmuster und nicht mehr hinterfragte Verhaltensweisen sind oft (Mit-)Ursachen für Verspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen, Stress, Konzentrations- und Gesundheitsstörungen.

Die F. M. Alexander-Technik ist ein Werkzeug für alle, die von ihren einengenden/ beschränkenden und störenden Bewegungs-, Verhaltens-, Denk- und Lerngewohnheiten unabhängiger werden möchten.

Mit der F. M. Alexander-Technik können wir lernen unser ursprüngliches Potential wieder neu auszuschöpfen!

Mein ‚mir selbst bewusst sein‘ wächst und ich lerne meine (Re-)Aktionen und Bewegungen effizienter zu gestalten.

 

Zur aktiven Mitsprache im eigenen Leben gehört, daß ich:

  • das, was ich momentan mache, bewusst erlebe,
  • während einer Aktivität entscheiden kann, wie ich mich gebrauche.

Im Zuge der „Arbeit“ können grundsätzliche Fragen aufkommen:

  • Kennen wir unsere Gewohnheiten?
  • Sind wir uns unserer Bewegungskonzepte bewusst?
  • Kennen wir unser Selbstverständnis und seine Grenzen?
  • Kennen wir unsere Grenzen und Möglichkeiten?

 

Die Alexander-Technik kann grundsätzlich für jeden hilfreich sein; besonderes Interesse findet sie beispielsweise bei Menschen, die

  • unter einer Beeinträchtigung ihrer Gesundheit leiden,
  • ein persönliches oder professionelles Interesse am Einsatz ihres Körpers in seiner komplexen Wirkungsweise haben,
  • für den Prozess ihrer persönlichen Entfaltung eine alle menschlichen Daseinsqualitäten ‚einschließende‘ Methode suchen

 

Ein Beispiel:
Alles kann so oder so getan werden. Oder sogar nochmal anders.

Von Heinrich Kuhn (foyer 12, 2002)

Woher kommt die Alexander-Technik?

Frederick Matthias Alexander1

Bild von F.M.Alexander

Frederick Matthias Alexander, 1869 (Tasmanien) – 1955 (London), Schauspieler und Rezitator, kam durch gesundheitliche Probleme, welche einerseits seine Karriere ernsthaft gefährdeten und andererseits erfolglos von ärztlicher Seite behandelt wurden, zu der Frage, ob er etwas machte, was dazu führte, dass diese Probleme – Heiserkeit und Stimmlosigkeit – auftraten. Neun oder zehn Jahre widmete er sich intensiv der Selbstbeobachtung.

War sein Augenmerk zuerst hauptsächlich auf sein „Tun“ gerichtet und wie dies in Beziehung stand mit seinem Stimmverlust, bezog er im weiteren Verlauf seiner Forschungen mit Hilfe von Spiegeln schließlich den ‚psycho-physical mechanism‘, den Organismus als untrennbares Ganzes, mit ein.

„Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass es im Gebrauch aller Teile des Organismus ein Gleichgewicht gibt, und dass aus diesem Grund der Gebrauch eines spezifischen Körperteils während einer Aktivität den Gebrauch der anderen Körperteile beeinflusst und umgekehrt.“2

Auf seiner wissenschaftlichen Reise machte er viele wesentliche Entdeckungen. Die von ihm dabei benannten Prinzipien machen in ihrer Gesamtheit seine Methode aus. Die nach ihm benannte F.M. Alexander-Technik beschäftigt sich mit dem „Gebrauch des Selbst“, wie man geht, steht auftritt, reagiert – mit dem ganzen Umfang des Handelns.

„Es ist bekannt, dass verschiedene Menschen verschiedene Auffassungen vom gleichen geschriebenen oder gesprochenen Wort und von der gleichen Geste haben. Dies bedeutet, dass die Auffassung von der Art der Eindrücke abhängt, die durch die Sinne aufgenommen werden. Auch die Auffassung von dem, was in uns vorgeht, hängt von Eindrücken ab, die uns durch Sinneswahrnehmungen zukommen. In unserem täglichen Handeln verlassen wir uns zum größten Teil auf sie als Richtschnur. Ist unsere Sinneswahrnehmung trügerisch, wie dies bei jedem von uns fast täglich der Fall ist, so sind auch unsere Eindrücke trügerisch. Das Ausmaß dieser Täuschung hängt vorwiegend vom falschen Gebrauch unserer selbst und von der falschen Führung durch trügerisches Gefühl ab. Wenn ein bestimmtes Ausmaß an falschem Gebrauch erreicht ist, erreicht auch die Irreführung durch diese Eindrücke einen Punkt, an dem wir glauben, dass wir mit einem Teil unserer Selbst etwas tun, obwohl uns bewiesen werden kann, dass wir tatsächlich etwas ganz anderes tun. Dies trifft auch auf Dinge zu, die wir zu denken glauben – denn in den meisten Fällen sind dies Dinge, die wir fühlen.“3

Das „Wiedererlernen der natürlichen Koordination“ führt zu einer verlässlicheren Sinneseinschätzung, mehr Wachheit in Bezug auf die Macht der Gewohnheit und einem anderen Umgang mit Zielstrebigkeit. Es lässt neue Spielräume erfahren für das Treffen von Entscheidungen. Physiologische und damit ökonomischere Bewegungsqualitäten sind zusätzliche Folgeerscheinungen.

Die Verbesserung des „sich-selbst-bewusst-Seins“, das vermehrte und effektivere Mitspracherecht im Umgang mit sich selbst, beeinflusst die Qualität des Seins und damit den Umgang mit anderen Menschen, insbesondere mit Kindern, welche meist offener und unverfälschter auf ihr Gegenüber reagieren.

Der amerikanische Philosoph, Pädagoge und Psychologe John Dewey (1859 – 1952), seit 1916 Alexanders Schüler, schrieb zu dreien seiner Bücher das Vorwort. In „DerGebrauch des Selbst“ beschreibt er seine Erfahrungen:

„Ich hatte die außergewöhnliche Gelegenheit, die Technik und ihre Ergebnisse eingehend zu studieren. (…) Ich konnte daher anhand persönlicher Erfahrungen all das bestätigen, was Alexander über die Einheit des Körperlichen und des Geistigen im Psycho-Physischen sagt; über den gewohnheitsmäßig falschen Gebrauch unserer selbst und die Rolle, die dieser falsche Gebrauch bei der Schaffung aller Arten von unnötigen Spannungen und Energievergeudungen spielt; über die Verfälschungen unserer Sinneswahrnehmungen, die das Grundmaterial unserer Selbstbeurteilung bildet; über die vorbehaltlose Notwendigkeit, unsere gewohnten Handlungen zu unterbinden und die gewaltige geistige Anstrengung, etwas „nicht zu tun“, sobald sich eine Gewohnheitshandlung anbietet, zusammen mit der großartigen Veränderung der moralischen und geistigen Haltung, die eintritt, wenn sich die richtige Koordination eingestellt hat. (…) Während dieses Studiums fand ich, dass sich die Dinge, die ich im Sinne eines theoretischen Glaubens in den Bereichen der Philosophie und der Psychologie „gewusst“ hatte, in lebendige Erfahrungen verwandelten, die dem „Wissen“ eine neue Bedeutung verliehen.“4

Alexander sah nicht nur den Faktor der Vorbildfunktion der Erwachsenen, sondern auch das Potential, das sich bietet, wenn die Fertigkeit, die Prinzipien anzuwenden, den Kindern schon in der Schule verfügbar wäre. Er stellte damals jedoch die Rahmenbedingung des Frontalunterrichts als solches nicht in Frage.

Fast 80 Jahre später sehen wir mit der Umsetzung unseres Konzepts die Möglichkeit, der Gefahr einer schleichenden Deviation der natürlichen Koordination der Kinder auf respektvolle Weise zu begegnen und der, mit dieser Einbuße der natürlichen Koordination oft verknüpften Therapiebedürftigkeit vorzubeugen.

In seiner Londoner Zeit richtete F.M. Alexander 1924 in seinen Räumen eine Schule für 3- bis 8-jährige Kinder ein. Er nannte sie „die kleine Schule“. Irene Tasker, welche ihn dabei unterstützte, arbeitete vorher als Lehrerin in London und war von Maria Montessori ausgebildet. Als Irene Tasker für sie eine kleine Schrift ins Englische übersetzte, hat sie ihr wohl von ihren Stunden bei F.M. Alexander und die Gründe dafür geschrieben. Sie erhielt von Maria Montessori die Antwort: „Sono contenta che lei acquisti la conscienza dei suoi atti.“5

Heute unterrichten weltweit einige tausend qualifizierte Lehrer der F.M. Alexander-Technik die Anwendung der Prinzipien. Die meisten sind in nationalen Gesellschaften organisiert, diese wiederum arbeiten z.T. im Rahmen einer Affiliation im Interesse der Qualitätssicherung der Arbeit zusammen.

 


1Schule für lebendiges Lernen – Freie Aktive Schule Konstanz Unser Konzept IX 2000

2F.M. Alexander (E.Maisel Hrsg): Die Grundlagen der F.M. Alexander-Technik, S. 47

3F.M. Alexander (E. Maisel Hrsg.): Die Grundlagen der F.M. Alexander-Technik. Heidelberg 1985, S.128

4John Dewey in: F.M. Alexander (E. Maisel Hrsg.): Die Grundlagen der F.M. Alexander-Technik. Heidelberg 1985, S. 140f

5(Ich bin froh, dass Sie lernen, Ihrer Handlungen bewusst zu werden)

Photograph of F.M.Alexander
© 1997 the Society of Teachers of the Alexander-Technique, London

Worum geht es bei der Alexander-Technik?

Vielleicht kennen Sie die F.M. Alexander-Technik schon, vielleicht auch nicht. Im folgenden möchte ich erst einiges an Grundsätzlichem klären.

So können Sie, wie auch ich, eher annehmen, dass wir vom Gleichen sprechen. Vieles wird dadurch verständlicher und nachvollziehbarer und unterstützt damit, dass wir einander verstehen.

Die Auslegung der Prinzipien der F.M. Alexander-Technik als auch meine dazu benutzten Formulierungen sind individuell geprägt entsprechend meinem derzeitigen Verständnis. Dies kann dazu führen, dass Ihnen auch andere Beschreibungen z.B. in der Literatur oder auch im Gespräch mit meinen KollegInnen begegnen können. In Bezug auf die Prinzipien als solche und deren unverzichtbare Vollständigkeit sollten Sie jedoch keine Unterschiede finden können.

Kommen wir zum genannten Bestreben nach einer gemeinsamen Sprache zurück…

Legomännchen machen Alexander-Technik

Lassen sie uns als Beispiel die Situation nehmen, dass sie auf dem Rücken liegen. Vielleicht scheint es Ihnen, dass Sie ganz reglos daliegen und sich nichts bewegt. Vielleicht können Sie jedoch auch einiges bemerken, z.B. dass Sie sich mit der Zeit entspannen und in die Unterlage sinken, oder dass Ihnen hier und da ein Anspannen oder Festhalten auffällt.

 

1. Auch wenn Sie noch so ruhig daliegen, es findet immer eine Bewegung statt. Ob Ihnen das bewusst ist oder nicht, ob Sie das wollen oder nicht – ist nicht von Belang. Die Muskeln sind immer in Aktion, entweder indem sie sich zusammenziehen oder indem sie mehr Länge zulassen oder gedehnt werden.

Wir sind immer in Bewegung !!!

 

2. Vielleicht haben Sie den Eindruck, dass Sie gar nicht so arg beteiligt sind bei der Aktivität. Vielleicht bemerken Sie irgendwelche Anspannungen oder Bereiche die sich locker anfühlen ohne den Eindruck zu haben, dass Sie das gerade wollten.

Sprache und Redewendungen gestalten und nähren unser Verständnis. (z.B. „mein Bein will nicht so recht“, „mein Hals ist immer so verspannt“, „ich hab’s im Kreuz…“) Das können Hinweise sein dafür, dass der Eindruck besteht, die Muskeln hätten sich verselbständigt und würden quasi ein Eigenleben führen können.

Im Allgemeinen funktionieren wir – und damit meine ich uns alle Menschen – jedoch ziemlich normal. Das schließt mit ein, dass die Muskeln nicht eine Eigenleben führen (können), sondern nur Befehle ausführen. Für Ausnahmen, die z.B. durch Muskel- oder Nervenerkrankungen entstehen, gelten evtl. andere Bedingungen die bei anderer Gelegenheit beleuchtet werden können.

Die Muskeln machen immer genau das was sie gesagt bekommen.

Aus den beiden ersten Aussagen ergibt sich, dass diese Bewegung die gerade eben geschieht, deshalb so passiert, weil sie genau so veranlasst wird – unabhängig davon ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht.

Lassen sie uns jetzt einmal in eine andere Richtung schauen, nämlich zu der Frage: wo will ich hin? Also nach dem Sinn dieser Begegnung.

 

3. Kommen wir noch mal zurück zum Liegen. Sie kennen sicherlich die Situation: der Wecker klingelt, Sie wachen auf, machen den Wecker aus, schauen ob es wirklich schon Zeit zum Aufstehen ist, … haben Sie auch schon mal den Wecker zu früh läuten lassen und deshalb beim aufwachen festgestellt, dass Sie ja noch eine Stunde länger schlafen können (Umstellung Sommer – Winterzeit). Sicherlich konnten Sie dann auch bemerken, dass Sie sich noch mal so richtig in die Unterlage haben fallen lassen können.

Diesen Moment möchte ich nehmen, um daran zwei Möglichkeiten zu verdeutlichen, die uns allen die wohl geläufig sind.

Wie Sie sich als in die Unterlage sinkend erlebt haben, haben Sie locker gelassen, ihre Aufmerksamkeit ist wieder von wach, nach viel weniger wach, in Richtung Schlaf gewandert. Diese Qualität möchte ich beschreiben mit weich (bezogen auf die erlebbare Muskelspannung) und weniger wach (weniger weich).

Spüren können wir das so dadurch, dass wir vorher eine andere Qualität nutzten, da waren wir deutlich angespannter und wach (bezogen auf die offenen Augen und zumindest teilweisem Hinwenden an das Außen).

Ersteres könnte auch beschrieben werden als: uns der Schwerkraft überlassen, kollabieren, plumpsen. Das Andere entspricht einem „Liegen machen“, eine Haltung – die Liegen heißt – einnehmen.

„Weniger wach und weich“ und „wach und angespannt“ sind für mich, ganz vereinfacht, die beiden Pole, zwischen denen wir Menschen (zumindest die, die ich bis jetzt kennen gelernt oder gesehen habe) uns im allgemeinen nur bewegen.

Aber das ist nicht alles wozu wir in der Lage sind… – zumindest als Kind hatten wir auch noch etwas anderes. Das, was wir auch heute noch miterleben können bei kleinen Kindern, die gerade eben stark genug sind zum Aufstehen, und im Begriff sind das Laufen zu lernen. Bei ihnen können wir sehen, wie sie ihren Kopf in den Raum hineinwachsen lassen, um die Welt zu entdecken und zu erobern. Die Hände mit den Armen, wie auch die Füße mit den Beinen wachsen ebenfalls in den Raum hinein. Gerade so wie es auch einem kleinen Kätzchen beobachtet werden kann.

Gibt es ein Problem, z.B. keine Gummibärchen aber das Kind will welche haben, dann ist es „wach und angespannt“, bis das Problem für es vorüber ist – wodurch auch immer.

Es hört damit auf, den Kopf in sich hineinzuziehen und sich sonst überall anzuspannen. Es lässt den Kopf wieder nach oben gehen, die Arme wachsen wieder hinein in den Raum,… und es hat wieder die anfangs beschriebene Qualität, spielt und macht seine Sachen – bis es müde wird. Dann sinkt sein Köpfchen und fällt auf die Schulter, die Ärmchen und Beinchen sind schwer und baumeln herunter (weniger wach und weich). Es schläft, bis es wieder erwacht und sich wieder der Umgebung zuwendet, der Kopf wächst nach oben in den Raum, die Arme, Beine auch…

Es ist wieder „wach und weich“.

Hieraus ergibt sich die nächste, notwendige Übereinkunft:

Sie wollen sich diese „vergessene – und deshalb verlorene“ Qualität wieder erschließen und nutzen können (nicht müssen – im Sinne vom „richtig-sein-müssen“ sondern wieder als Möglichkeit verfügbar haben).


4. Wenn wir uns jetzt anschauen, können wir vielleicht bemerken, dass wir hier und da und dort… mehr Kraft aufwenden als zum liegen notwendig ist (mehr anspannen, also mehr ziehen als notwendig = “ anstrengen, schon woanders zu sein“)

Sie wollen, dass ihre Bewegung in einer anderen Qualität als der im Moment geschieht.

Jetzt kann ich natürlich sagen: ich will dieses „wach und weich“ haben, aber es wird nicht funktionieren. Genausowenig wie die Aufforderung: sei glücklich.

„wach und weich“ ist für mein Verständnis eine Begleiterscheinung (Symptom) einer Bewegung. Und wenn ich das so annehme, kann ich mich danach fragen, welche Bewegung das verursacht.

Und dann könnte ich zu der Folgerung gelangen:

Wenn ich soviel mache, wie notwendig ist um da-zu-sein-wo-ich-bin, dann passiert „wach und weich“. Mache ich mehr, fange ich an mich zusammenzuziehen und zu verkrampfen, mache ich weniger, falle ich zusammen, kollabiere.

 

5. Wir haben schon früher benannt, dass die Muskeln machen was sie „gesagt“ bekommen. Das heißt:

  • wenn wir wollen, dass etwas anderes passiert,
  • müssen die Muskeln eine andere Arbeit machen als diejenige, die sie gerade eben tun und
  • deshalb müssen sie auch etwas anderes „gesagt“ bekommen.

Die Muskeln haben, siehe oben, kein eigenmächtiges Eigenleben. Der Einzige, der einen unmittelbaren Zugang zu ihnen hat, ist der Organismus dem sie zugehörig sind, also Ihre Muskeln gehorchen Ihnen, meine mir und die des Nachbarn ihm…

Solange Ihre Unversehrtheit respektiert wird verhält sich das nur so. Kein anderer Mensch und auch keine Sache (wie Stuhl, PC, etc.) hat direkt Einfluss auf meine Muskeln und damit auf deren Aktivität.

Das heißt also: ohne Ihr Einverständnis läuft nichts.

Oder anders ausgedrückt:

Wenn etwas passiert, geschieht dies nicht ohne Ihre Erlaubnis, unabhängig davon, ob Sie diese absichtlich gegeben habe oder nicht.

 

6. Wenn Sie also diese „vergessene und deshalb verlorene“ Qualität wieder erschließen und nutzen wollen und deshalb die Muskeln eine andere Arbeit machen müssen als die, die sie gerade eben tun, brauchen sie nur das Erforderliche gesagt bekommen, da Sie der einzige Mensch sind der diesen Einfluss hat ist es notwendig, dass Sie das (Erforderliche) veranlassen.

 

7. Wir „sprechen“ aber nicht direkt mit unseren Muskeln, führen keine Dialoge mit ihnen oder gar den einzelnen Muskelfasern.

Wir kommunizieren indirekt. Wir denken in Bewegungsmustern oder Bewegungsgeschichten: „Ich stehe, nehme die Tasse mit der rechten Hand (um einen Schluck zu trinken), etc….“

Das heißt, wenn ich von mir verstanden werden will, ist es günstig, das auch zu berücksichtigen.

Sie sind bis hierhin einverstanden?

Sie können alles nachvollziehen?

Sie wollen sich auf der Basis des bis jetzt Benannten darauf einlassen weiterzugehen ?

Dann könnte dies eine geeignete Vorbereitung in die Arbeit sein, in die Arbeit, sich die Prinzipien Alexanders zu erschließen um sie ins Leben, in den Alltag mitzunehmen.